Kapstadt am Tafelberg – zu Besuch bei Pinguinen

Von New York treten wir die lange Reise nach Südafrika an. Zum Glück ist der letzte Flug – mit 10 Stunden der längste – nicht ausgebucht. So können wir im Flieger liegen und ein wenig schlafen. Nach ca. 30 Stunden erreichen wir Kapstadt.

Die Menschen hier sind sehr nett und nicht aufdringlich. Unser Uberfahrer erzählt uns, dass es zur Zeit hin und wieder regnet. Das sind gute Neuigkeiten, denn hier herrscht Wasserknappheit. Unser Airbnb  (Kloof Street Gem von Faye) im Viertel der Kloofstrasse ist sehr schön, gut gelegen und perfekt eingerichtet. Wir werden angehalten, nicht länger als 2 Minuten pro Tag zu duschen. Der Wasserverbrauch pro Person muss unter 50 Litern pro Tag liegen.

Zugfahrt zum Boulders Beach

An unserem ersten Tag in Südafrika möchten wir uns Afrikanische Pinguine am Boulders Beach anschauen (immerhin bin ich hauptsächlich der Tiere wegen in Südafrika). Von Kapstadt nehmen wir einen Zug mit Tickets für die 1. Klasse. Diese bieten nicht ganz so viel Luxus wie die schweizer 2. Klasse. Sie ist erkennbar an den gepolsterten Sitzen und daran, dass sich in diesen Abteilen weniger Menschen befinden als in den anderen.

 

In Fish Hoek müssen wir auf einen Bus nach Simons Town umsteigen, da die Zugstrecke repariert wird. Anstelle des Buses erwischen wir ein Mehrpersonen-Taxi, welches uns zusätzlich zu unserem Zugticket (40 Rand, ca. CHF 3) noch 8 Rand kostet. Auf dem Weg werden wir von einer riesigen Polizei’Razzia überrascht. Es scheint, als ob die Polizei Drogen sucht. So ist unsere erste Fahrt in Südafrika alles andere als langweilig. Dank des “falschen” Buses können wir direkt zum Boulder Beach fahren.

Bei den Pinguinen

Wir sind beim hinteren Eingang und können zuerst zu einem kleinen Strandabschnitt gehen, an welchem man baden könnte – für uns (hauptsächlich Jenny) viel zu kalt. Aber wir haben Glück und sehen den ersten Pinguin aus dem Wasser watscheln. Auf dem Weg zum Aussichtspunkt der Pingus (wieder einmal ein Holzsteg) sehen wir schon einige der Vögel. Viele haben Nester und brüten ihre Eier. In einem Gebüsch hören wir ein piepsen und prompt sehen wir ein kleines, frisch geschlüftes Kücken unter der Mutter.

 

Der Eintritt kostet 76 Rand, da der Boulders Beach ein Naturschutzgebiet ist. Auf der Aussichtsplattform sehen wir auf den “Pingu-Strandabschnitt”. Da liegen, sitzen, stehen und brüten die Pinguine. Es gibt auch schon einige junge und halbwüchsige Tiere. Wir schauen zufrieden und glücklich den Pingus und ihren Jungen zu. Auf dem Weg zum Restaurant Boulders Beach Lodge sehen wir noch einige “Dassies”, südafrikanischen Nagetiere, die aussehen wie grosse Meerschweinchen. Nach dem Mittagessen machen wir uns zu Fuss, ca. 30 Minuten, auf den Weg nach Simons Town zur Zughaltestelle, um den Bus nach Fish Hoek zu nehmen, um von dort mit dem Zug nach Kapstadt zurück zu fahren.

V&A Waterfront

Da ich immer noch kein Shirt für die Safaritage habe, machen wir uns heute im V&A Waterfront Shoppingzenter auf die Suche. Auch hier ist es nicht ganz einfach, oder ich weiss nicht mehr wie Shopping funktioniert..!? Aber wir finden ein langärmliges khakifarbenes Shirt für mich. Das Shoppingzenter ist riesig, direkt am Meer und die Preise sind recht günstig, eigentlich ein Traum – wäre da nicht der Platzmangel in meinem Rucksack 😉

 

Auf zum Tafelberg

Unser heutiges Ziel ist es den Tafelberg zu besteigen. Nach einer kurzen Diskussion, ob wir den Skeleton Gorge Weg (4 Stunden, weniger steil, heiss) oder Platteklip Gorge (2 Stunden, steil, heiss) nehmen sollen, entscheiden wir uns für kurz und schmerzvoll. Auf dem Weg sterbe ich mindestens 3-mal, es ist so steil und nicht endend. Mein Herzschlag verdreifacht sich mindestens unterwegs 🙂 Warum wir immer wieder solche Sachen machen, weiss ich nicht genau. Vielleicht weil “man” es einfach macht oder weil Michi es gern macht?! -Das muss Liebe sein, denn ich bin und werde wohl kein Wanderfreund mehr werden!

Runter mit der Gondel

Nach einer Sunde und 30 Minuten sind wir oben angekommen und ratet mal: ich bin stolz wie nie, dass ich diesen Aufstieg geachafft habe 🙂 Hier oben ist es wirklich flach, wie ein Tisch und man kann gemütlich umherspazieren. Für den Rückweg nehmen wir die Gondel, welche 151 Rand kostet, dafür aber wirklich spektakulär ist. In der runden Gondel dreht sich der Boden und man hat so eine Rundumsicht während der Fahrt. Nun haben wir uns einen Cocktail aber wirklich verdient. Wir gehen ins Van Hunks um die Ecke, denn ich kann mich heute nicht mehr weit bewegen 🙂

In Kapstadt regnet es heute, was uns nicht stört, denn wir fliegen weiter nach Durban. Auf dem Weg zum Flughafen fahren wir an einigen Townships vorbei, die Slums von Kapstadt. Von aussen sieht man schon wie arm diese Menschen sein müssen, ich kann mir nicht vorstellen wie es in diesen Hütten und den Vierteln aussieht.

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