Galapagos Teil 2 – Isla Isabela

Dieser Beitrag ist der zweite Teil unserer Reihe über die Galapagos Inseln in Ecuador.
Lese auch:

Heute fahren wir mit dem Boot zur Isla Isabela. Tickets für die Fahrt haben wir vorgängig für 30 USD in Puerto Ayora gekauft. Um 7:00 Uhr warten wir am Pier. Zuerst wird nochmals unser Gepäck kontrolliert (Früchte, Gemüse, sowie Erde – auch an den Schuhen – dürfen nicht mitgenommen werden). Danach werden wir mit einem der Taxiboote (0.5 USD) zum Schnellboot gebracht, welches uns zur Insel Isabela bringt.

 

Ein bisschen wackelig ist die 1.5-stündige Fahrt, für uns nicht weiter schlimm.
Hier fährt uns wieder ein Boottaxi für 1 USD pro Person zum Pier. Und dann werden wir auch scho von Seelöwen begrüsst.

Am Pier muss eine “Inselgebühr” von 10 USD pro Person bezahlt werden. Das Taxi zu unserer Unterkunft kostet ebenfalls 1 USD. So verdienen alle etwas hier.

Puerto Villamil

Auch im Hostal Cerro Azul werden wir freundlich empfangen, unser Zimmer ist schön, gross und hell. Die Lage ist auch hier super, was zwar nicht schwirig ist, da der Ort eher klein ist. Die Strassen von Puerto Villamil bestehen hauptsächlich aus Sand oder Lavagestein. Puerto Villamil ist der einzige Ort auf den Galapagosinseln, welcher direkt an einem schönen Sandstrand liegt.

 

Wir organisieren einen Schnorchelausflug für Sonntag zu “Los Tunneles”, dieser kostet stolze 120 USD und dauert 5 Stunden. Wir hoffen dieser Ausflug lohnt sich… Wir entscheiden uns gegen die Vulkanwanderung, da diese mit nur einer Stunde Wanderzeit mehr nach Vulkanautofahrt klingt. So etwas können wir uns sparen.

Concha de Perla

Neben dem Pier, an welchem wir gestern angekommen sind, befindet sich Concha de Perla. Eine Bucht, in welcher man schnorcheln kann. Mit etwas Glück und zur richtigen Saison kann man hier Pinguine, Seelöwen und die Meeresechsen antreffen. Leider ist es für die Pingus zu warm. Dennoch haben wir Glück. Auf dem Weg zur Bucht sehen wir schon Seelöwen faul auf dem Steg liegen und Echsen laufen uns über den Weg.

In der Bucht springen wir ins Wasser. Nach einiger Zeit schwimmt schon ein Meeres-Iguana an uns vorbei. Beim zweiten Schnorchelversuch können wir beobachten, wie ein Seelöwe im Wasser fische jagt. Zum Schluss kommt er neugierig zu uns, bevor er schnell in der Tiefe verschwindet. Eine lustige erste Begegnung – wir hoffen auf mehr beim Tauchen.

Gleich neben dem Pier befindet sich ein kleiner Sandstrand. Hier möchten wir trocknen, bevor wir wieder zurück ins Dorf gehen. Wir staunen nicht schlecht, als alle Bänke und Schattenplätze von Seelöwen besetzt sind. Sie faulenzen hier. Hin und wieder robbt einer ins Meer um sich zu erfrischen oder zu fressen. Ein schöner Tag auf Isabela mit so vielen Seelöwen.

Los Tunneles Tour

Diese 5-stündige Tour haben wir bei Pahoehoe für 120 USD pro Person gebucht. Zuerst fahren wir mit dem Boot ca. eine Stunde zu den Los Tunneles. Hier ragen Tunnelbögen aus Lavagestein aus dem glasklaren Wasser. Nachdem unser Boot uns durch die teils schmalen “Gänge” gefahren hat, steigen wir aus und erkunden die Lavafelsen.

 

Vom Land aus sehen wir spielende Seelöwen im Wasser, sowie unzählige Wasserschildkröten. Weiter sehen wir die Blaufuss-Tölpel (Blue footed boobies), eine spezielle Vogelart der Galapagosinseln. Wie der Name schon sagt, haben diese Vögel blaue Füsse. Die Intensität der Farbe hängt davon ab, wieviel Fisch sie gedressen haben. Je mehr sie fressen, desto dunkler werden die Füsse.

Danach steigen wir zurück ins Boot und fahren zu einem Platz vor den Mangroven um zu Schnorcheln. Ich bin etwas enttäuscht, denn ich dachte wir können im schönen Wasser zwischen den Tunneln hindurch schnorcheln. Hier neben den Mangroven ist die Sicht nicht wirklich gut und ich bin trotz der vielen Schildkröten nicht sehr glücklich. Immerhin sehen wir auch noch ein Seepferdchen. Leider lassen sich weder Haie noch die schönen Adlerrochen blicken. Vielleicht haben wir auch einfach Pech.

Nach einem kleinen Mittagessen fahren wir zurück zum Hafen von Puerto Villamil. Auf dem Weg sehen wir doch noch eine grosse Gruppe der Adlerrochen, welche uns zum Abschied an der Wasseroberfläche “winken”. Alles in allem finde ich die Tour für 120 USD zu teuer, auch bin ich wirklich kein “Gruppenschnochel”-Fan, was mir heute wieder einmal mehr bestätigt wurde. Ich kann einfach nicht verstehen, weshalb sich Personen zu einem Schnochelausflug anmelden, wenn sie nicht schwimmen können und/oder Angst vom Wasser haben… Dennoch war es sehr schön, diese “Los Tunneles”-Landschaft anzuschauen. Unser Guide, sowie die Bootscrew waren sehr nett und hilfsbereit!

Galapagosschildkrötenaufzuchtstation 🙂

Zu Fuss spazieren wir durchs Dorf Puerto Villamil. Sm Ende des Dorfes führt ein Steg rechts über Lagunen. Hier sehen wir einige Flamingos. Weiter führt der schöne Weg durch einen kleinen Wald bis zur Aufzuchtstation. Diese Station startete mit vier weiblichen und vier männlichen Galapagosschildkröten, welche im ersten Jahr 200 Babys zur Welt brachten. Die Schildkröten waren damals fast ausgestorben. Sie wurden gejagt oder wareb Opfer der Vulkanausbrüche. Hier werden die Schildkröten aufgezogen und später in der Wildnis ausgesetzt. So wird der Bestand der Galapagosschildkröten der Insel Isabela gerettet.

Das Aufzuchtzentrum ist sehr schön gestaltet und bietet sehr viel Platz für die vielen, teils auch schon ziemlich grossen Schildkröten.

 

Wir fahren mit dem Rad…

Mit einem gemieteten Fahrrad fahren wir zur Muro de las Lágrimas. Wir fahren über einen sandigen Weg. Hier kann man auch wilde Galapagosschildkröten sehen. Wir haben Glück und können gleich mehrere erspähen. Natürlich machen wir einen Halt, um uns anzuschauen, wie sie sich über den Weg kämpfen.

Die Mauer der Tränen wurde um den 2. Weltkrieg als Strafarbeit von Häftlingen errichten. Aufgrund der Hitze starben tausende bei den Arbeiten. Heute dient die Mauer als Gedenkstätte für die vielen Verstorbenen.

Auf dem Rückweg gehen wir noch auf den Aussichtspunkt Cerro Orchilla. Von hier sehen wir über die ganze Küste bis nach Puerto Villamil und zu den Vulkanen. Immer wieder gibt es Abzweigungen ans Meer. Leider sind die Stände bei Flut nicht sichtbar. So fahren wir zurück ins Dorf ohne ein Bad im Meer zu geniessen.

Zum letzten Mal essen wir in unserem Lieblingsrestaurant, dem Palm Beach, bevor wir morgen früh wieder zurück nach Santa Cruz fahren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.