San Pedro de Atacama – Ab in die Wüste

Unsere lange Reise vom Ende der Welt in die Wärme (Atacama Wüste) beginnt heute um 05:00 Uhr. Wir fahren mit dem Bus (Bus-Sur, welcher um einiges besser ist, als der letzte Bus von Tecni Austral) von Ushuaia wieder nach Punta Arenas, weil die Flüge hier extrem viel günstiger sind als von Ushuaia. Über Nacht bleiben wir in Punta Arenas im Best Western Hotel Finis Terrae, welches wir uns gönnen. So haben wir nochmals ein schönes bequemes Bett und gutes Internet, während wir auf unseren Flug warten.

Heute Abend um 20:00 Uhr fliegen wir von Punta Arenas nach Santiago de Chile. Hier verbringen wir die Nacht zwischen halbwach und dösend vor einer Tasse Kaffee am Flughafen, bis unser Flug um 06:00 Uhr nach Calama geht. In Calama fahren wir mit einem uber zur Busstation. Hier nehmen wir den Bus nach San Pedro de Atacama. Auch am Flughafen gibt es Busticket-Verkäufer, welche jedoch etwas teurer sind und nicht alle einen guten Ruf haben. Die karge Landschaft hier verleitet anscheinend gerne zum Rasen. An der Busstation werden wir mehrfach darauf aufmerksam gemacht, auf unsere Wertsachen aufzupassen – ist es hier wirklich so kriminell?

 

Mit jedem Höhenmeter warte ich auf die Atemnot, nichts passiert. Gegen Mittag erreichen wir unser Ziel, endlich sind wir in San Pedro de Atacama! Als wir aus dem Bus steigen merken wir die Hitze sofort. Kein Wunder, wir sind in der trockensten Wüste der Welt auf 2408 müM angekommen. Das war eine lange und strenge Reise, wir freuen uns auf unser Bett im Hostal Mamatierra.

Auf dem Weg vom Busterminal zu unserem Hostel kommen wir uns vor wie in einem Film: einem “Wüsten-Western”. Die Strassen sind verlassen und es scheint hier kein Leben zu geben, surreal. Auf der einen Seite sehen wir die hohen Berge mit den weissen Spitzen und den Vulkan Licancabur. Ein schönes, wenn auch merkwürdiges Bild.

Suche nach der passenden Tour

Heute gehen wir ins Stadtzentrum, um die Reiseagenturen abzuklappern und unsere Unternehmungen hier und die Weiterreise zu planen. Morgens bis 11:00 Uhr ist die Temperatur hier noch sehr angenehm, danach wird es wahnsinnig heiss und trocken. Im Zentrum reihen sich Agenturen an Agenturen, dazwischen ein paar Restaurants und Shops. Alle bieten das gleiche an! Zum Glück haben wir uns vorgängig ein paar Agenturen herausgesucht, welche wir nun um anfragen.

Am Ende buchen wir bei Cordillera Tours unsere Reise durch die Salzwüste nach Uyuni und bei Cosimo Andino eine Tour durch das bekannte Moon Valley. Cosimo Andino sind etwas teurer als die anderen Agenturen, dafür sollen sie spezielle Touren anbieten – wir sind gespannt. Im Zentrum gibt es ansonsten nicht viel zu sehen. Die Strasse wie auch die Häuser und die Kirche, alles ist aus Lehm gebaut.

Cejar Lagoon

Bei unserem Hostel haben wir noch eine Halbtages-Tour zur Laguna Cejar gebuch. Diese Tour wird von Layana durchgeführt und ist eine der Standarttouren, welche alle anbieten (Kosten: 15’000 CLP und 17’000 CLP Eintrittsgebühr, das sind stolze 50 USD pro Person). Mit einem Bus werden wir zur Lagune gefahren, hier haben wir eine Stunde Zeit, um im Salzwasser der Lagune Piedra zu baden. Die Lagune Cejar kann man nur von einem Steg aus anschauen.

 

Das Baden in der Salzlagune ist ein Spass, da man richtig schweben bzw. “floaten” kann, das heisst, ohne Anstrengung bleibt man an der Oberfläche. Danach ist der ganze Körper voll mit Salz. Nach dem Duschen fahren wir weiter zur Lagune el Origen, hier bezahlen wir nochmals 2000 CLP Eintritt. Noch eine Lagune, welche jedoch fast kein Wasser, dafür umso mehr Salz hat. Zum Sonnenuntergang bekommen wir einen Pisco Sour und einen kleinen Snack serviert. Für die erste Tour in dieser Gegend war es eine schöne Tour, wenn auch eher etwas teuer…

Moon Valley und Mars Valley

Heute Nachmittag steht das berühmte Moon Valley auf unserem Plan. Die Tour führen wir mit der Agentur Cosimo Andino durch, die sollen eine andere Route als alle andern Agenturen anbieten, wir sind gespannt…

Wir fahren zum Aussichtspunkt des Moon Valley, von hier können wir ins “Mondtal” hinunter schauen. Danach fahren wir zum Mars Valley oder auch Death Valley genannt. Hier gehen wir ein Stück hoch, danach schlendern wir über den Grat, bis wir zur Sanddüne kommen, welche wir anschliessend hinunter rennen. Was für ein Spass! Danach sind unsere Schuhe mit Sand gefüllt und wir zufrieden, dass wir in dieser unglaublich coolen Landschaft die Düne hinunter rennnen durften.

 

Nun fahren wir wieder zum Moon Valley. Als erstes gehen wir zum South Canyon. Hier erfahren wir wie das Moon Valley entstand: Die Felsen hier sind hauptsächlich Salzfelsen, die durch Erruptionen der Erde entstanden. Das Salz stammt von den Vulkanen im Osten. Eigentlich nichts anderes als ein ehemaliger Salzsee, welcher zusammen gedrückt wurde.

Warum ist die Atacama Wüste die trockenste Wüste der Welt?

Im Grunde auch ganz logisch: im Osten liegen die Vulkane der Anden, welche zum Teil höher als 5500müM sind, deshalb kommen keine Regenwolken von Argentinien oder Bolivien hier her. Im Westen sind ebenfalls Berge, welche die Wolken vom Meer abhalten. Einmal im Jahr finden jedoch Regenwolken von Amazonas, welche höher als die Vulkane sind, den Weg in die Atacama-Wüste. Somit exisiert auch hier eine Regensaison. Leider kann das Wasser nicht gut abfliessen, was für die Bewohner richtig schwierig werden kann, da dann die Strassen unter Wasser stehen.

 

Im sogenannten Amphitheater sehen wir viele schöne Formationen der Felsen. Hier fühlt man sich ein wenig wie auf dem Mond, oder wie wir uns die Mondlandschaft vorstellen. Danach gehen wir zur höchsten Sanddüne im Moon Valley, um auf den Sonnenuntergang zu warten. Das wirklich spektakuläre folgt allerdings erst nach dem Sonnenuntergang, wenn sich der Himmel um die Vulkane verfärbt.
Ich finde die kleinen Mehrkosten haben sich für diese Tour gelohnt. Der Guide, sowie der Fahrer waren super, wir haben wieder einmal viel gelernt und Spass gehabt.

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