Salvador – Lebensfreude trifft auf Kriminalität

Von Sao Paulo fliegen wir mit der brasilianischen Airline Azul nach Salvador. Bei der Buchung ist uns ein kleiner Fehler unterlaufen und zwar haben wir fälschlicherweise den Flughafen Sao Paulo Viracopos in Campina ausgewählt. Dieser liegt 1.5 Autofahrstunden ausserhalb von Sao Paulo. Dank Michi’s Recherchekünsten haben wir herausgefunden, dass die Fluggesellschaft Azul einen gratis Shuttlebus für Passagiere ab Sao Paulo anbietet. So kommen wir doch noch günstig zum Flughafen. Dieser Flughafen ist noch sehr neu und ziemlich leer. Innerhalb von 15 Minuten haben wir eingecheckt und sind durch die Sicherheitskontrollen durch, wenn es doch nur immer so einfach wäre.

Ankunft in Salvador

Bei unserer Ankunft merken wir rasch, dass Salvador anders ist, als die bisher gesehenen Orte und Städte in Brasilien. Die Menschen sind dunkler und oft auch anders gekleidet. Die Bevölkerung Brasiliens besteht aus vier ethischen Hauptgruppen (Portugiesen, Europäer, Afrikaner und einheimische Ureinwohner). Hier in Salvador sind vermehrt Afrikaner angesiedelt. Dies wiederspiegelt sich im Essen, der Hautfarbe der Einwohner sowie der Kleidung. Frauen mit Tüchern auf dem Kopf und schönen, farbigen, grossen Röcken.

 

Unsere Unterkunft Pousada des Artes liegt im Altstadtviertel Pelourinho. ‎Im UNESCO Weltkulturerbe gibt es viele hübsche farbige Häuser.

Nach dem Abendessen schlendern wir noch etwas durch die Gassen. Hier wird schon getrommelt und Vor-Carneval gefeiert. Fast im ganzen Land finden in den Wochen vor dem Carneval kleine Umzüge statt, welche meist in einer Party enden. Diese nennt man Bloco.

Altstadt von Salvador

Nachdem wir im Internet einige Sachen über Salvador gelesen haben machen wir uns auf den Weg, die Altstadt selber zu erkunden. Es gibt unglaublich viele Polizisten hier. Nach der Recherche wissen wir auch warum, Salvador ist eine der kriminellsten Städte Brasiliens. Wir merken davon nichts, wahrscheinlich auch, weil wir uns nur in den “sicheren” Strassen bewegen.

 

Hier in Salvador wurde übrigens der Videoclip zum Song “They dont care about us” von Michael Jackson gedreht. Die Trommelspieler stammen von der sehr bekannten Carnevalgruppe Olodum aus Salvador. Nach dem Song wurden sie noch bekannter. Überall gibt es Souvenirs von ihnen zu kaufen und jeden Dienstag geben sie ein Konzert in den Strassen von Salvador.

 

Ein Nachmittag am Strand

Da es in der Altstadt nicht viel mehr zu sehen gibt, möchten wir den heutigen Tag am Strand verbringen. Wir fahren zum . Wir suchen uns einen der unzähligen Sonnenschirm- und Liegestühle-Vermieter aus und legen uns für 10 Reais an den Strand. Den Schirm brauchen wir dringend, da die Sonne hier so stark ist und es ansonsten keinen Schatten gibt.

Das Treiben am Strand ist lustig, auch wenn wir nicht verstehen, was alles angeboten wird. Es gibt wieder Bikini-, sowie Tücherverkäufer, diverse Getränke, Glace und Essensverkäufer, Souvenirs – einfach alles. Wenn mann möchte, könnte man den ganzen Tag im Liegen verbringen und hätte am Ende alles was man braucht – oder nicht braucht. Ab 16:00 Uhr leert sich der Strand langsam, auch wenn die Sonne noch immer strahlt. Das haben wir auch schon in Rio beobachtet und können uns nicht genau erklären warum das so ist – vielleicht zu viele Caipirinhas?

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