Wildes Delhi – und das Taj Mahal in Agra

Auf alles gefasst und vorbereitet landen wir am Delhi Airport – und nichts aussergewöhnliches passiert. Wir finden unseren Pickup Fahrer vom Hotel, gehen zum Taxi und erreichen unser Ziel: das Tara Palace Hotel in Old Delhi, nach einer langen Fahrt durch viel Stau. Und wir sind wirklich überrascht, nicht mit den für Indien bekannten Flughafentricks in Berührung gekommen zu sein.

Agra

Gestern Abend konnten wir zum Glück noch unseren heutigen Ausflug nach Agra zum Taj Mahal und dem Red Fort organisieren. Wir werden vom Fahrer abgeholt. Bei Tageslicht sieht unser Viertel Old Delhi nicht mehr ganz so furchteinflössend aus und ich freue mich doch morgen das Viertel zu Fuss erkunden zu können.

 

Die Fahrt nach Agra dauert knapp 3 Stunden. In Agra treffen unseren Guide, sie bringt uns zum Taj Mahal und organisiert praktischerweise unsere Tickets. Als Tourist muss man sich nicht hinten anstellen, was aber nirgendwo vermerkt ist. So bestauen wir die atemberaubende Architektur des Taj Mahal mit den aufwändigen Verzierungen im weissen Marmor.

Nach dem Taj Mahal gehen wir in einem (für Indien) teuren, touristischen Restaurant Mittagessen. Wir Besuchen noch zwei Shops bevor unser Guide uns verlässt und wir alleine das riesige Red Fort von Agra besuchen.

 

Ein indischer Tag wie wir uns vorgestellt haben. Auf den Strassen sind wir Kühen, Affen, Hunden und Ziegen ausgewichen, wir drängten uns zwischen vielen Menschen hindurch. Es war staubig und dreckig und wir haben ein überteuertes Mittagessen genossen, sowie zwei Souveniershops angeschaut. Aber: uns wurde nichts gestohlen und es war ein schöner Tag.

Zu Fuss durch Old Delhi

Wir wagen uns in das wilde Leben von Old Delhi. Wir gehen zur Jama Masjid Moschee, eine der grössten der Welt. Zu Fuss marschieren wir weiter zum Red Fort von Delhi. Wir sind froh, dass wir hier eine kurze Pause vom ganzen Trubel auf den Strassen machen können.

 

Am Strassenrand stehen Karren mit Kleidung oder Schuhen. Es sieht aus wie auf einem nicht endenden Wühltisch, aber so wird hier eingekauft. Überall werden wir angerempelt. Die meisten Menschen hier gehen einfach, es wird nicht wirklich ausgewichen. Überall sitzen, stehen, gehen Leute, Rikschas, TukTuks. Irgendwie fühlen wir uns hier nie richtig wohl, auch nicht als wir uns nach etwa zwei Stunden langsam an das Treiben, den Lärm und den Schmutz um uns gewöhnt haben.

Wir gehen weiter bis zum Gewürzmarkt und zum Bahnhof. Eins steht fest: auf den Strassen von Old Delhi gibt es viel zu sehen. Es wird überall verkauft, gehandelt oder geschlafen. Auch Dienstleistungen wie rasieren, Coiffeur oder Ohrenreinigungen werden auf den Strassen angeboten. Und überall mittendrin sehen wir Hunde, Affen, Ziegen und Kühe – als sei es das Normalste der Welt.

Mit dem Taxi fahren wir nach Neu Delhi, hier ist es um einiges ruhiger. Jedoch sehen wir hier mehr Bettler und Obdachlose Familien – oder fällt es in diesem eher modernen Viertel einfach mehr auf? Ansonsten gibt es hier modern Geschäfte, aber auch viele Souvenierverkäufer. Auch hier fühlen wir uns nicht richtig wohl und vor Dieben und Betrügern müssen wir uns auch hier in Acht nehmen. Wir sind müde und froh, dass wir im Hotelzimmer essen können – Room Service sei Dank. Im Dunkeln möchte ich nicht hier auf den Strassen unterwegs sein.

Ich glaube wir haben heute einen guten Eindruck von Delhi bekommen, vom Alten wie auch dem Neuen.

Sightseeing in Delhi

Da wir erst am Abend weiter fliegen, klappern wir mit unserem Fahrer die Sehenswürdigkeiten von Delhi ab.

 

Wir sehen uns den Raj Ghat (Ghandis Grabstätte), das India Gate (ein Kriegsmonument), das Parlamentgebäude, sowie das Haus des Präsidenten an (natürlich nur von aussen und absolut kein must-do für Touristen).

Im Akshar Dham Temple dürfen seit einem Anschlag vor ein paar Jahren keine elektronischen Gegenstände mitgenommen werden. So können im Tempel und davor auch keine Fotos gemacht werden. Unser Fahrer hält auf einer Anhöhe und so können ein Foto des Tempels von Aussen schiessen. Der Tempel selber wurde erst 2005 gebaut, ist daher sehr neu, mit vielen Details in den Marmorwänden und ziemlich gross. Beim Eingang wartet eine ganze Schule mit etwa 500 Kindern, die uns zuwinken, als wir an ihnen zum Touristen-Eingang vorbei gehen (ausländische Touristen müssen in Delhi fast nirgends lange anstehen).

Humayun’s Tomb

Das kleine Taj Mahal von Delhi. Das Gebäude wurde aus weissem Marmor und rotem Sandstein gebaut. Hier traffen wir wieder indische Schulklassen (wahrscheindlich ist Samstag Ausflugstag..?!), welche uns freundlich grüssen und teils sogar die Hand schütteln möchten. So kommt es, dass ich 50 indischen Mädchen “Hallo” sage und Hände schüttle bevor wir weitergehen können.

Sarojini Nagar

Dieser Markt ist das pure Chaos. Die Strassen sind überfüllt mit Menschen (vorallem Samstags und Sonntags), es wird gedrängt und geschoben um voranzukommen. Auf den Seiten und mittendrin stehen Verkäufer und schreien, um ihre Ware anzupreisen. Hier gibt es alles ausser Lebensmittel. Winterjacken für 10 Dollar, Shirts und Schuhe für 1-4 Dollar, Babykleidung, Handtaschen, Kosmetik etc… Und natürlich haben wir uns ein wenig verlaufen, da auch alles gleich aussieht und einfach nur laut ist. Aber wir finden zum Glück trotzdem unseren Fahrer und steuern unser letztes Ziel an.

Toilet Museum

Ein witziges kleines Museum über diverse spezielle Toiletten der Welt. Wir bekamen eine kurze informative Führung von einem netten Herrn mit einigen interessanten Informationen.

Nach diesen doch eher wilden, lauten und schmutzigen Tagen in Delhi freuen wir uns auf die Tage im – für uns nun ruhigen – Bangkok.