Auf Tauchsafari in den Malediven (Male, Ari Atoll, Felidhoo)

Wie bereits erwähnt starten wir heute unser Malediven-Tauchabenteuer. Wir werden 7 Tage lang mit der MY Moonimaa in den Zentral-Malediven (Male, Ari Atoll, Felidhoo) unterwegs sein und dabei 18 Tauchgänge durchführen.

Schon der Anflug ist der Wahnsinn, es sieht wirklich aus wie auf den Bildern. Überall Inseln mit türkis-blauem Wasser. Am Flughafen sehen wir schon das Wasser. Mich überkommt eine freudige Nervosität. Ich kann es noch immer nicht glauben, dass wir hier sind.

 

Unser Tauchboot ist unter italienischer Leitung, was das bedeutet merken wir später. Das Tauchboot holt uns im Hafen ab. Die erste Nacht ankern wir im Hafen von Male. Nach dem Essen kommt schon der erste Delfin vorbei, um “Hallo” zu sagen.

Der erste Tauchtag startet etwas chaotisch. Für uns ist nicht das richtige Equipment da oder es ist kaputt. Doch alles wird gefunden, lustigerweise bin ich davon überhaupt nicht beunruhigt, Michi eher… so lange alles vor dem Tauchgang stimmt. Beim ersten Tauchgang sehen wir Mantas, ein guter Start. Später sehen wir vom Boot aus Delfine und sogar Grindwale.

 

Grosser Vorteil eines italienische Tauchbootes: Pasta ist immer al dente und es gibt immer etwas zu Essen. Nachteil: manchmal kann es auch etwas chaotisch zu und her gehen 🙂
Wir sind gespannt was uns den Rest der Woche erwartet.

Night Dive

Wir machen unseren Nightdive am Hausriff vor einem Hotelresort. Hier werden abends Haie angefüttert, was neben Haien auch viele Taucher anlockt.

Mein erster Gedanke Unterwasser: CRAZY! Es schwimmen Ammenhaie um uns herum, riesige Rochen und überall sind Taucher mit ihren Lampen. Manchmal fast ein wenig schwierig unsere Gruppe zu erkennen. Die Haie und Rochen schwimmen ungestört zwischen den vielen Taucher durch. Ein unglaubliches Erlebnis.

Der Walhai

Vor unserem heutigen Mittagstauchgang gehen wir auf Walhai-Suche. Ausgerüstet mit Taucherbrille, Schnorchel und Flossen warten wir auf dem Boot auf das Signal der Bootcrew. Auf einmal heisst es: Get ready! Wir werden ein bisschen nervös, halten uns am Geländer fest, um nicht frühzeitig ins Wasser zu fallen. Der Wellengang ist sehr stark! Und dann heissts es: Jump!

Wir springen, schwimmen kurz und sind die ersten beim Walhai. Sekunden danach sind wir umgeben von 20 weiteren Schnorchlern. Es ist genau so, wie ich es mir vorgestellt, jedoch nicht gewünscht habe. Der Walhai bleibt nicht lange und so können wir dieses Erlebnis auch nicht wirklich als magisch einstufen. Aber immerhin, wir haben unseren ersten Walhai gesehen. Jipiii…

Ein riesiger Hammerhai

Wir machen einen Tauchgang mit etwas mehr Strömung (zum Glück nicht so stark wie damals in Komodo). Nach dem Abtauchen halten wir uns an einem Felsen fest und beobachten die Haie, Weissspitzenriffhaie und Grauriffhaie. Ein schönes Schauspiel, wie sie vor uns schwimmen, manchmalk bis zu 40 Haie auf einmal. Als letzte Gruppe verlassen wir den Platz und machen und langsam an den Aufstieg mit der Strömung. Auf einmal macht unser Divemaster wilde laute Geräusche, zappelt wie wild und zeigt nach unten: unter uns schwimmt ein riesiger ozeanischer Hammerhai!

Wow, was für ein Erlebnis! Wir versuchen ihm nach zu kommen, schaffen es jedoch leider nicht. Das ca 4.5 Meter lange Tier ist zu schnell. Wären wir ein wenig länger unten geblieben, hätten wir ihn von ganz nah gesehen – schade! Dieser Moment wird dennoch lange als spezielles Erlebnis in unserer Erinnerung bleiben.

Der letzte Tag

Nach unserem zweiten Tauchgang haben wir das Glück und sehen einige Delfine um unser Boot schwimmen. In aller Ruhe können wir ihnen zu schauen. Wie zum Abschied springen sie zwei Mal in die Luft, bevor sie wieder im Meer verschwinden. Wir sind begeistert.

Fish Tank

Auf einer kleinen Insel gibt es eine Fischfabrik. Durch einen Kanal werden die Fischabfälle wieder zurück ins Meer gelassen. Dies zieht viele Rochen, Moränen und Fische an und genau da gehen wir heute tauchen. Zum ersten Mal ekle ich mich vor dem Sprung ins Meer, die Vorstellung in Fischabfallwasser zu tauchen ist nicht die reizvollste. Augen zu und durch: Maske auf, Atemregler rein und 1, 2, 3, Jump!

Wir trauen unseren Augen nicht. In fast jeder Höhle verstecken sich dicke, fette Moränen, riesige Rochen schwimmen um uns und viele andere Fische tummeln sich vor dem “Abfallkanal”. Fischabfälle liegen auf dem Grund und werden gierig verschlungen. Ein Schauspiel, wie wir es noch nie gesehen haben. Unvorstellbar! Nach dem Tauchgang, zurück auf dem Boot, merken wir mit dem Fahrtwind wie sehr wir stinken – als würden wir in einem Tunasandwich liegen. Schnell unter die Dusche. Zum Glück war das der letzte Tauchgang und müssen wir die stinkenden Anzüge nicht nochmals anziehen…

Fazit

Die Zeit auf dem Tauchboot verging wie im Flug. Und auch wenn es sich gemütlich anhört war es doch ziemlich anstrengend. Jeden Tag um 6:00 Uhr aufstehen, tauchen, Frühstück, nochmals ein Nickerchen, wieder tauchen, Mittagessen, Pause (meistens sind wir wieder eingeschlafen), tauchen, eine Sandbank geniessen oder Fotos sortieren, Abendessen und spätestens um 23:00 Uhr waren alle todmüde im Bett. Aber schön wars! Das Essens war kecker, die Crew sehr nett und gesehen haben wir alles, was wir uns für diesen Ort gewünscht haben. Sehr schaade ist jedoch, dass die meisten Korallen seit dem letzten El Nino ausgebleicht und somit die Riffe nicht sehr farbig sind.

Bilder

 

Für uns geht es zurück nach Kochi, von wo wir mit dem Zug weiter nach Goa reisen werden. Tschüss schöne Malediven, bis hoffentlich bald…

2 Kommentare zu „Auf Tauchsafari in den Malediven (Male, Ari Atoll, Felidhoo)

  • Hallo ihr lieben

    also zusammen gefasst war es trotz der chaotischen Crew ein tolles Erlebnis. Beim durchlesen der Tabelle war es wirklich eine anstrengende Zeit 06.00 Uhr aufstehen. Nei würlikliiiii !! Aber was macht man alles um eine tolle Unterwelt im Wasser zu erleben. Übrigens bei denen hätte ich nichts gegessen. Hut ab.

    Es umarmt euch ganz fest.
    La zia

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