Kochi – Fischer, Ziegen und feinste Teekunst

Nach einer langen Reisenacht mit Aufenthalt am Flughagen Kuala Lumpur landen wir am Morgen in Kochi. Wir sind erstaunt: alles ist ruhig! Keine Taxifahrer die um sich schreien oder sonstige Flughafenhektik. Alle helfen uns oder schauen uns neugierig an: zwei weisse, Blondinen in Indien.

Wir suchen den Shuttlebus, welcher uns nach Fort Kochi bringt. Die Fahrt dauert eine gefühlte Ewigkeit, was wohl auch damit zusammenhängt, dass wir sehr müde sind. Nach 1.5 Stunden Fahrt erreichen wir das Breath Inn Homestay und werden mit einem Tee und Früchten begrüsst.

Im Lucky Star essen wir ein verspätetes, indisches Frühstück – sehr lecker und wieder sind die Angestellten sehr hilfsbereit. Uns wird alles erklärt, vieles haben wir schon in Sri Lanka entdeckt, hier heisst es aber anders. Besteck gibt es hier allerdings keines und so essen wir unser erstes Frühstück in Indien mit den Händen, genauer gesagt mit der rechten Hand! Und jetzt freuen wir uns auf ein “Mittagsschläfchen”…

Mahatma Gandi Beach

Heute Abend wollen wir am Strand die chinesischen Fischernetze und den Sonnenuntergang anschauen. Die untergehende Sonne ist knallrot gefärbt, sehr eindrücklich. An der Promenade tummeln sich viele Einheimische und auch einige Touristen. Es gibt Stände mit Kleidung, Getränken oder Snacks, wie auch Fischverkäufer. Den Fisch kann man direkt in ein Restaurant bringen, in welchem sie diesen zubereiten. Wir trauen uns (noch?!) nicht…

 

Der Strand ist auch nicht wirklich schön – hier arbeiten halt die Fischer- So wird aus meiner Vorstellung von “am Strand flanieren” nichts. Wir spazieren einfach über die Strandpromenade. In der Princess Street gibt es einige kleine Restsurants. Im Fresh Choice an der Kreuzung im 2. Stock essen wir ein leckeres Abendessen.

Fort Kochi

Zu Fuss machen wir uns auf Sightseeing ala Michi und Jenny auf. WIr könnten auch ein TukTuk nehmen, jedoch gefällt es uns besser zu Fuss durch die Strassen zu gehen. Am Ende sehen wir meistens nicht viele der typischen Sehenswürdigkeiten, dafür treffen wir auf viele Menschen und versteckte Orte. Es gibt viele Shopps mit Souveniers, Kleidung, Gewürzen etc. Wir kaufen Ingwerpulver im kleinsten Laden, den wir hier gesehen haben.

 

Danach finden wir ein winziges Teehaus mit den leckersten Tees, die wir bis jetzt gekostet haben (und wir hatten schon viele). Es gibt 24 verschiedene Tees hier, 4 haben wir probiert. Ich möchte nochmals kommen und weiter probieren. Der Besitzer Ramesh wurde auch schon von Zeitungen und TV Stationen besucht. Jeder Tee wird von ihm selber mit viel Liebe gebraut. Natürlich kaufen wir auch hier eine Masala-Teemischung. Unser eigentliches Ziel, die Ingwerfabrik, finden wir nicht. Dafür die für Kochi typischen Strassen-Ziegen.

In Kochi laufen viele Ziegen frei auf den Strassen umher und machen was Ziegen den ganzen Tag machen. Am Abend jedoch finden alle Ziegen wieder zu ihrem Besitzer zurück, denn diese Ziegen sind nicht wild.

Die alte Wäscherei

Auf dem Rückweg schauen wir in der alten Wäscherei vorbei. Hier wird die Wäsche noch von Hand gewaschen, auf den alten Wäscheleinen oder am Boden getrocknet und zum Schluss sogar gebügelt, jeden Tag. Wir können überall zu schauen und Fotos schiessen, die Menschen erklären uns vieles und fühlen sich überhaupt nicht gestört.

Wie kriegt man hier ein Tuk Tuk?

Ein Tuk Tuk zu bekommen ist nicht schwer, die Frage ist nur wie viele Shops besucht werden müssen, bevor man beim eigentlichen Ziel angelangt. In allen andern Ländern, welche wir bisher besucht haben, konnten wir ein TukTuk von A nach B bestellen. Hier ist es ziemlich schwierig auf der Strasse jemanden zu finden, der ohne Halt bei einem Shop fährt. Immerhin weisen die Fahrer vorher darauf hin, dass sie beim Shop halten. Wir lehnen dankend ab und laufen wieder weiter. Später erfahren wir, dass die TukTuk Fahrer bis zu 100 Rupien vom Shop erhalten, wenn sie Touristen anliefern: ganz schön viel! Nun verstehen wir auch, warum kaum einer ohne Shop-Stopp fahren will.

Morgen geht unsere Reise weiter in die Malediven 🙂 Ich kann es noch kaum glauben und freue mich auf die Woche auf dem Tauchboot.

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