Inle Lake – Pagoden Festival und Bootrennen

Mit dem Minivan fahren wir über eine kurvenreiche Strasse zum Inlesee. Wir haben uns ein Hotel in Nyaungshwe ausgesucht. Das Dorf liegt etwas nördlich des Inle Lake, hier sind die Unterkünfte um einiges günstiger als um den See. Wir wohnen im Hotel Inle Star direkt am Kanal. Und gefällt es nah am Wasser zu sein, auch wenn dies bedeutet, am Morgen von Motorengeräusch der Longtailboote geweckt zu werden.

Auf und um den Inle Lake

Mit einem Longtailboot besichtigen wir den Inle See. Wir haben uns ein eigenes Tourprogramm mit start um 9:00 Uhr zusammen gestellt, um nicht zum x-ten Mal eine Silberschmiede oder Webereien besuchen zu müssen:

  1. Indein
  2. Mittagessen
  3. Phaung Daw Oo
  4. Nampan
  5. Festival
  6. Floating Gardens
  7. Maing Thauk

Auf dem See sehen wir die Fischer. Es gibt auch welche, die für Geld extra posieren. Wir mögen die natürlichen lieber, auch wenn wir dann nicht das “perfekte” typische Inle-Bild schiessen können.

 

Indein

Wir schauen uns das Shwe Inn Tain Kloster an, bevor wir zu Fuss durch den Bambuswald zur wunderschönen Shwe Inn Tain Pagode gelangen. Aug dem Weg gibt es auch viel zusehen: Einheimische die schwere Säcke auf dem Kopf/ Rücken tragen, badende Kinder bei ihren Müttern, welche die Wäsche waschen.

Phaung Daw Oo

Nach dem Mittagessen schauen wir uns die Phaung Daw Oo Pagode an. Im Haupttempel stehen eigentlich 5 kleine Goldbuddhas, welche jedoch mittlerweile eher Goldklumpen sind, weil die Männer auch hier Blattgold auf den Buddha kleben können.

Wir besuchen einen Bootbauer und Zigarretten-Dreherinnen. Unglaublich wie schnell eine Zigarette gemacht ist. In einem Tag schafft eine Frau 500 Zigaretten.

Festival

Als Highlight unserer Tour sehen wir das Festival. Einmal im Jahr wird auf einem Boot ein Tempel von Dorf zu Dorf gezogen. Im Tempel befinden sich die Goldklumpen-Buddhas. Das Tempelboot wird von zwei Fussruderbooten der Dörfer bei Musik und Tanz hinterher gezogen. Ein schönes und einzigartiges Schauspiel.

Floating Gardens

Auf dem Retourweg zum Hotel fahren wir durch die Floating Gardens. Hier werden hauptsächlich Tomaten angebaut. Zwischen den schwimmenden Stauden fahren die Arbeiter mit ihren Booten durch. Eindrücklich, so viele Tomaten die quasi auf dem Wasser wachsen.

Heute wat ein anstrengender Tag mit viel Sonne, da die Boote hier kein Dach haben. Zufrieden schlafen wir bald nach dem Nachtessen ein.

Nachtmarkt

Wir verabreden uns mit Andrea und Patrick (unserweltreisli.ch) aus Eglisau, welche seit kurzer Zeit auch auf Weltreise sind. Am Nachtmarkt in Nyaungshwe essen wir feine Nudeln und geniessen noch ein paar Drinks in einer- für den Nachtmarkt untypisch – coolen und modern gestalteten Bar.

Massage Erlebnis

Bei der Venus Massage gönnen wir uns heute eine typisch burmesische Massage. Wir wissen nicht was uns erwartet, aber wir sind positiv überrascht. Auch wenn die Massage zwischendurch ziemlich schmerzhaft war, haben wir so etwas Gutes schon lange nicht mehr erlebt. Und wir hatten schon oft Massagen, in diversen Ländern bei diversen Personen. Nach der Massage fühlen wir uns wieder wie neu, alle Knoten sind gelöst und wir frisch mit Öl bestrichen 🙂

Am 8.10. findet das Ende des Festivals mit einem Bootrennen statt. Wir möchten dieses Rennen gerne sehen, so entscheiden wir etwas länger hier zu bleiben. Unsere Freunde Ramona und Marco (planlosreisen.ch), welche wir in Indonesien kennen gelernt haben, werden wir hier ebenfalls treffen. So sind wir auch hier, als das Festival of Lights stattfindet. Überall sind Kerzen angezündet, schön um im Dorf spazieren zu gehen.

Cooking Class Bamboo Delight

Heute machen wir einen Kochkurs bei einer einheimischen Familie. Zuerst kaufen wir auf dem lokalen Markt ein, danach fahren wir zu Bamboo Delight (bamboodelight.wordpress.com), wo wir uns aussuchen dürfen, welches Gericht wir kochen möchten (Jenny: Pumpkin Curry und Tea Leaf Salad, Michi: Spicy Fish Curry und Bananaflower Salad).

Uns gefällt das Kochen sehr und wir hoffen, zu Hause etwas davon nachmachen zu können, denn es war wirklich sehr lecker. Es ist sehr schön, dass wir bei Sue und ihrer Familie zu Hause kochen können und so von ihrer Geschichte und ihrem Leben erfahren.

Neben den Kochkursen engagieren sie sich für die Kinder im Dorf, sie haben eine kleine Englischschule im Garten. Die freiwilligen Lehrer können bei ihnen Schlafen und Essen, im Gegenzug dafür, dass sie den Kindern Englisch lehren. Es gibt sogar eine kleine Bibliothek, in welcher die Kinder verschiedene (englische und burmesische) Bücher ausleihen können, um in der Freizeit zu lesen.

Fahrradtour

Für heute Nachmittag leihen wir uns ein Fahrrad. Wir fahren mit einem kleinen Umweg zu einem Weingut in der Nähe. Hier probieren wir zwei weisse und zwei rote Weine. Uns schmeckt der Wein einigermassen, so dass wir anschliessend noch eine zusätzliche Flasche geniessen. Wir haben wirklich lange keinen Rotwein mehr getrunken. Danach machen wir uns wieder auf den Rückweg ins Dorf.

 

Bootrennen

Endlich findet das Bootrennen im Rahmen der Schlusszeremonie des Festivals statt. Wir sind länger am Inle Lake geblieben, um diesen Event, welcher einmal jährlich stattfindet, zu sehen. Mit einem Boot fahren wir zum Haupttempel wo die ganze Prozession stattfindet. Es sind schon viele Boote da und es werden immer mehr. Wir sehen das Tempelboot einfahren und die Leute beginnen zu beten. Es hat so viele Menschen und Boote, dass man nicht mehr sieht wo Wasser und wo Land ist. Es ist ein schönes und spezielles Festival sowie ein lustiges, nicht alltägliches Bootrennen.

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