Kuching – von seltenen Affen und intakter Natur

Vom Flughafen in Kuching nehmen wir wieder ein Grab-Taxi zu unserem Hotel. Wir haben uns für diesen Aufenthalt etwas gegönnt: das Riverside Majestic Hotel. Im Internet haben wir gesehen, dass das Hotel günstige Angebote hat und haben uns ein Zimmer für die nächsten drei Nächte gebucht. Im Hotel angekommen werden wir freundlich begrüsst und erhalten ein Zimmer Upgrade-jipiii… Leider ist das Zimmer noch nicht fertig, so erkunden wir die Umgebung. Auch hier ist, aufgrund des Ramadan, mehrheitlich alles geschlossen. Es ist nicht ganz einfach etwas zu Essen oder ein Cafe zu finden. Zum Schluss entdecken wir doch noch ein hübsches Cafe mit Snacks, in welchem wir uns die Zeit vertreiben können.

Im Hotel geniessen wir erstmal das Zimmer mit dem super bequemen Bett und den weichen Kissen – auf Reisen lernt man solche Dinge schätzen. Den restlichen Nachmittag verbringen wir am Pool.

 

Kuching Waterfront

Mit der Lage des Hotels sind wir sehr zufrieden: es liegt am Fluss. In der Nähe gibt es eine Bushaltestelle (ohne Fahrplan natürlich), und einige Einkaufszentren (welche sicher gut sind, wenn alles geöffnet wäre). Entlang des Flusses sind abends Essensstände und Marktzelte aufgebaut. Wir flanieren dem Fluss entlang, was sich fast ein wenig heimisch anfühlt. Kutching ist hübsch, eine sehr saubere und gepflegte Stadt.

Wir stehen früh auf, aufgrund des schönen Bettes fällt es mir jedoch noch schwerer als sonst. Heute möchten wir zum Semenggoh Wildlife Centre gehen, um die Orang Utans anzutreffen.

Wir bestellen uns wieder ein Grab und haben einen super Fahrer. Er erzählt uns viel und gibt uns Tipps was wir alles unternehmen können – uns wird klar: wir haben zu wenig Zeit in Kutching! Obwohl die Stadt nicht so wirkt, kann man hier eine Menge unternehmen; Orang Utans, Höhlentouren, Krokodilfarm, Flussfahrten, Dschungeltouren, Wanderungen in den Nationalparks, Hornbill Flussfahrt, Layercake Factory…

 

Semenggoh Wildlife Centre

Das Semenggoh Wildlife Centre ist ein grosses Reservat in welchem 21 Orang Utans im Dschungel leben können. Vier der Orang Utans wurden aus der Gefangenschaft gerettet und darauf trainiert, eigenständig im Wald zu leben. Die Restlichen wurden im Reservat geboren. Es sind halb-wilde Orang Utans, was heisst, dass sie gefüttert werden.

Fütterung

Zweimal täglich werden an drei verschiedenen Stationen Früchte für die Primaten platziert. Falls die Affen möchten, können sie sich dort bedienen. Es ist aber auch gut möglich, dass man keine Affen sieht. Sie haben keine Uhr und im Dschungel gibt es viele Fruchtbäume, von welchen sich die Affen selbstständig ernähren können. Besucher dürfen von 9-10 und von 15-16 Uhr in die Nähe der Fütterungs-Plattformen. Ein Ranger ist stets dabei, um zu kontrollieren dass, niemand über die Abschrankung klettert und um Fragen zu beantworten.

Wir haben Glück, wir sehen vier Orang Utans, unter Ihnen eine Mutter mit ihrem Baby. Sie holen Bananen und wir können beobachten, wie sie eine Kokosnuss öffnen und daraus trinken. Wir schauen noch zu wie sie essen und sich in den Bäumen umher schwingen, bis sie im dichten Dschungel wieder verschwinden.

Zufrieden machen wir uns auf den Rückweg in die Stadt. Wir nehmen den Bus K6 für 3.5 MYR pro Person bis ins Zentrum.

 

Bako Nationalpark

Der Bus K1 zum Bako Nationalpark fährt zur vollen Stunde bei der Riverside Burgerbuden-Haltestelle, welche direkt gegenüber von unserem Hotel liegt. Die Fahrt zum Bako Jetty dauert ca. 30-40 Minuten.

Am Ticketschaltet müssen wir die Eintrittskarten (20 MYR, Tagesausflug) und die Bootsfahrt (40 MYR, retour) bezahlen. Wenn man einen Guide haben möchte, so kann dieser auch hier organisiert werden. Ein Guide kostet 100 MYR (ca. 25 Dollar). Man kann aber auch gut alleine in den Park, denn die Wege sind gut markiert. Mit einem Guide würde man evtl. mehr kleine Tiere sehen und er könnte etwas über die vielen exotischen Pflanzen erzählen. Da Michi sich nicht gut fühlt und wir nicht wissen wie weit er laufen mag, nehmen wir keinen Guide.

Mit dem Boot werden wir zum Nationalpark gefahren. Wir müssen uns registrieren und bei der Rückkehr wieder abmelden. Im Nationalpark gibt es auch Übernachtungsmöglichkeiten, das wäre sicher auch schön, denn dann kann man auch in der Nacht eine geführte Tour durchführen (was nichts für mich wäre, da ich mich schon so ein wenig unwohl fühle mit all den Spinnen und Schlangen). Um 15:00 Uhr fährt das letzte Boot zurück. Wenn man im Nationalpark schläft, hat man ab 15:00 somit weniger Besucher im Park, was sicher auch schön ist.

Wanderung zum Paku Beach

Wir entscheiden uns für den Trail Nr. 3 zum Paku Beach. Auf diesem Weg kann man unter anderem die lustig aussehenden und leider stark bedrohten Nasenaffen beobachten.

Schon nach 100 Metern treffen wir unerwartet auf ein riesiges endemisches Bartschwein. Der Weg führt über Stufen und Wurzeln. Wir treffen auf einen Guide und er zeigt uns eine Schlange in einem Baum, alleine hätten wir die giftgrüne (und giftige) Schlange wohl nicht gesehen. Unterwegs raschelt es in den Bäumen und wir sehen den ersten Nasenaffe von Weitem. Es dauert nicht lange und zwei geführte Gruppen kommen zu uns, wir gehen weiter. Wir finden noch eine Bande Langschwanz-Makaken und schauen ihnen zu.

Nach ca. 40 min gemächlichem Wandern kommen wir am wunderschönen Dschungelstrand an. Da sitzt ein frecher Affe, welcher den weniger schlauen Touristen Essen klaut (auf grossen Schildern wird mehrfach darauf hingewiesen!). Heute hat er Glück und er erwischt einen Schokomuffin, was nicht das Beste für ein Tier ist. Ich bin wieder einmal erstaunt darüber, wie intelligent diese Tiere sind. Er weiss ganz genau zu welchen Touristen er gehen muss, die erschrecken sich und lassen ihre Sachen fallen, welche er dann klaut. Die Plastikverpackung lässt der Affe liegen, ich denke er weiss dass ihm das nicht schmeckt.

Von hier aus kann man mit einem Boot zum anderen Strand gefahren werden und dort den Trail Nr. 6 für den Rückweg nehmen. Wir gehen nochmals den gleichen Weg zurück, in der Hoffnung nochmals auf Nasenaffen zu stossen. Wir sehen nochmals eine ganze Gruppe, aber nur von Weitem, denn sie sind sehr scheu und verstecken sich in den Bäumen.

Beim Hauptquartier

Wir gehen zurück ins Hauptquartier um uns abzumelden. Wir trauen unseren Augen kaum als wir 50 Meter von uns entfernt einen Nasenaffen im Baum sitzen sehen. Wir können ihn ganz lange beobachten, während wir im Restaurant etwas trinken. Mit dem Boot gehen wir zurück und verpassen knapp den Bus, so teilen wir uns ein Taxi mit zwei anderen Touristen zurück in die Stadt.

Wir würden gerne noch länger hier bleiben, uns gefällt Kutching sehr. Hoffentlich bekommen wir bald die Möglichkeit zurück zukehren.

1 Kommentar zu „Kuching – von seltenen Affen und intakter Natur

  • Hallo zusammen

    toll sieht das aus. Noch nie gehört von einem Bartschwein. Einmaliges Foto. Die Schlangen Fotos darf Michi gerne weg lassen.

    Einen dicken Kuss
    Manuela

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.