El Nido – Zum Glück am Twin Beach

Es stinkt! Es ist staubig! Sie hatten recht. Das sind die Gedanken welche mir als Erstes durch den Kopf gehen, aber zuerst alles von Anfang an…

Nach einer langen Fahrt im Mini Van erreichen wir das Busterminal von El Nido. Wir steigen aus und nehmen unser Gepäck. Wir stellen fest, dass wir ganz nah beim Strand Coron Coron sind: unser Ziel. Zu Fuss gehen wir weiter, um eine Unterkunft zu suchen. Schnell wird uns klar, dass es hier nicht so ist wie wir es uns vorgestellt haben. Habt ihr schon mal El Nido Palawan gegooglet? Das ist nicht hier.

 

Wir setzen uns in ein “Kaffee”. Ich warte mit dem Gepäck, Michi geht an den Strand um zu schauen, ob es vielleicht dort etwas besser ist und es eine Unterkunft für uns gibt. Die Unterkünfte sind nicht schlecht, aber der Strand und das Meer, pfui! So habe ich mir die letzten Tage auf den Philippinen nicht vorgestellt. Michi schickt mir Fotos des Strandes und der Unterkünfte und ich denke nur noch: hier will ich nicht bleiben.

Die Leute von Port Barton sagten uns: wenn ihr Port Barton mögt, gefällts euch nicht in El Nido und wenn es euch in Port Barton nicht gefällt werdet ihr El Nido mögen. Sie behalten recht! Es wurde auch gesagt dass es stinkt und dass das Wasser stinkt. Auch damit behielten sie recht – vielleicht kaufen wir uns einen 5 Liter Kanister Trinkwasser um damit zu duschen.

Twin Beach

Im Internet finden wir eine Unterkunft am Twin Beach (Airbnb: Dandal Bay View von Jerome), die sieht ganz schön aus. Wir nehmen ein Tricycle und fahren hin. Wir nehmen das Zimmer, der Strand ist nicht perfekt, das Zimmer sehr einfach. Aber wir nehmen es für 1 Nacht. Mal schauen wie eklig das Wasser hier im Norden ist. Der nächste Strand in Richtung Norden ist der Nacpan Beach, angeblich der schönste Strand der Philippinen.

Nacpan Beach

Wir spatzieren dem Strand entlang bis zum Nacpan Beach. Wir glaubens kaum: der Strand ist wirklich ganz schön. Der Strand ist sehr breit, der Sand ist super weich, das Wasser klar. Dahinter die “Strandpromenade” mit ein paar kleinen Hütten, Kaffees, frischen Früchten.
Wir finden ein Resort, welches für morgen ein Strandbungalow frei hat und beschliessen es zu nehmen.

Und noch einmal Karaoke

Abendessen gibts in unserer Unterkunft Dandal Bay View, das beste Chicken Adobo, dass wir auf unserer Reise gegessen haben. Nach dem Essen nimmt uns Jerome, der Manager unserer Unterkunft, mit. Eine Tür weiter geniessen wir einen tollen Abend mit drei englischen Girls und ein paar Philippinos. Wir trinken Rum und Bier, singen (Karaokenight, wie immer) und tanzen bis in den frühen Morgen. Wir sind so zufrieden, genau das Zusammensein ist es, warum wir reisen.

Am nächsten Morgen möchten wir ins reservierte Bungalow am Napcan Beach umziehen. Leider regnet es und so bekommen wir keinen Transport, denn auch hier bestehen die Strassen hauptsächlich aus Dreck und Sand. So beschliessen wir auch die restlichen Tage im Dandal Bay View zu verbringen.

Die Geschichte vom Bargeld

Da wir bei der Ankunft in El Nido einen kleinen Schock hatten, haben wir natürlich nicht daran gedacht Bargeld abzuheben. Natürlich gibt es nur einen einzigen Geldautomaten in El Nido Town und da wo wir sind gibt es weder Automaten, noch kann man mit Kreditkarte bezahlen. Jerome kennt einen Australier, der hier eine Bar besitzt. Er mag Dollar, so können wir bei ihm 100 Dollar wechseln.

Da wir nicht zum Napcan Beach transportiert werden können sparen wir uns den Transport und mit Jerome vereinbaren wir, dass wir unsere Unterkunft über Airbnb buchen können. So haben wir genügend Geld um morgen auf eine Island Hopping Tour zu gehen und für das Abendessen der nächsten Tage. Wir ärgern uns ein wenig, wie wir so blöd sein konnten – als wären wir das erste Mal auf Reisen. Aber tja, was soll ich sagen, wir wollten wohl einfach so schnell wie möglich aus diesem El Nido (welches übrigens von einigen “liebevoll” Hell Nido genannt wird) weg.

Ps.: das Wasser im Norden ist tip top. Es stinkt nicht und so können wir unseren Kanister Trinkwasser trinken und brauchen ihn nicht zum duschen. Heute erzählten uns andere Gäste, dass sie für zwei Nächte in El Nido waren und prompt krank wurden – aufgrund des Wassers. Sie sind nicht die ersten, die uns so etwas erzählen.

Regen, Regen, Regen

Es regnet fast den ganzen Tag. “Macht nichts”, denken wir, “es wird wieder schön”. Wird es nicht! Im Meer baden geht trotzdem. Unsere Island Hopping Tour verschieben wir auf den nächsten Tag, in der Hoffnung es wird schöner. Leider werden wir enttäuscht, der nächste Tag ist noch schlimmer. Es regnet in Strömen und windet stark. Wir gehen nicht mal ins Meer. Die Island Hopping Tour ist abgesagt. Wir beschliessen schon heute nach El Nido zu fahren, da wir morgen um 06:00 Uhr den Bus erwischen müssen, um rechtzeitig zum Flughafen zu kommen. Da das Wetter nur schlimmer wird, fürchten wir, dass die “Strasse” sich verschlechtert und wir am Morgen nicht pünktlich nach El Nido kommen.

(H)El(l) Nido

Wir suchen uns entgegen unseren Plänen ein Zimmer in El Nido und spielen Backgammon. El Nido stinkt immer noch, oder noch mehr. Nach Gülle. Am Abend suchen wir uns zur Belohnung eine Pizzeria. Zum Glück finden wir eine am Corong Corong Beach. Jetzt waren wir in El Nido und ich kann mit Sicherheit sagen, dass alles stimmt was uns berichtet wurde! Ich ekle mich vor dem Leitungswasser. Ich möchte nicht mal damit duschen. Und noch weniger den Mund ausspühlen. Zum Glück waren wir nur für eine Nacht da.

Uns wird klar, dass all die schönen Bilder der perfekten Strände und dem klaren Wasser, welche wir im Internet finden, auf den vielen kleinen Inseln gemacht wurden. Auf diese Inseln kommt man beim Island Hopping, oder wenn man genügend Geld ausgeben will/kann und sich dort in einem Resort niederlässt. Wir wollten bzw. konnten dies nicht, daher haben wir nicht viel Gutes von El Nido gesehen.

Wir sind froh, sind wir bei Jerome im Dandal Bay View gelandet, denn dort hatten wir eine wirklich schöne Zeit, trotz Regen.

Für uns geht es weiter mit dem Flieger nach Manila, wo wir wieder eine Nacht bleiben werden (und endlich wieder am Blog arbeiten können). Am nächsten Tag fliegen wir nach Borneo, Kota Kinabalu und schauen was uns dort erwartet.

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