Port Barton – Das Juwel auf Palawan

Mit dem Mini-Van fahren wir von Puerto Princesa nach Port Barton. Wir haben uns für eine Unterkunft entschieden, welche sich 15 Minuten mit dem Boot von Port Barton Town entfernt befindet. Der Vermieter Isaac sagt uns, es sei besser, wir bleiben die erste Nacht bei ihm in Port Barton Town. Wir gehen an den Strand für ein paar Drinks und ein leckeres Abendessen beim Summer Homes Restaurant. Dort lernen wir einen Deutschen kennen. Er ist der Weihnachtsmann von Port Barton, bringt den Kindern zu Weihnachten Geschenke und sieht auch wirklich so aus. Zusammen mit seiner Frau hat er auch eine Unterkunft, Santa Claus Hilltop. Wir möchten uns diese später noch gerne anschauen gehen, denn der Sonnenuntergang soll toll sein da. Wir fühlen uns sofort wohl in Port Barton. Obwohl Quallen-Saison ist, dass heisst kein Baden für Jenny.

 

Insel-Hüpfen und Schnorcheln

Heute machen wir Island Hopping. Da auch hier Nebensaison ist sind wenige Touristen da. Isaac organisiert uns ein Boot mit Captain, wir sind die einzigen – jipiii… So können wir bestimmen wie lange wir auf der Insel bleiben oder schnorcheln. Wir stoppen an ganz schönen Riffen und schnocheln. Wir haben Glück, im Meer sind nicht so viele Quallen wie in der Bucht von Port Barton.

 

Entspannung auf der German Island

Auf der German Island machen wir einen Halt. Wow, es ist wie im Paradies. Weisser Sand, türkis Meer und Hängematten zwischen den Palmen. Für 100 PHP kann man so lange auf der Insel bleiben wie man möchte. Um die Insel schwimmen viele Schildkröten. Wir finden eine kleine und eine ganz grosse. Es dauert nicht lange bis eine Menschenmasse uns folgt (von anderen Booten).

 

TribalXperience Waterfall Camp

So verlassen wir die Schildkröten und fahren zu unserem eigentlichen Ziel: das Tribal Xperience Waterfall Camp, in welchem wir die nächsten 3 Nächte bleiben werden. Dieser Ort ist besser mit dem Boot zu erreichen, da der Landweg ziemlich holprig ist. Die Strasse, welche eher ein Schotterweg ist hat viele Löcher und ist eine echte Herausforderung, welche nur mit einem 4×4 Pickup zu schaffen ist. Überhaupt ist das Leben in diesem Dorf sehr einfach und zum Teil wie vor 40 Jahren bei uns: alte Kochtöpfe, Gaskochherd, kein Internet, kleine Shops, kein Verkehr, Tiere überall, schlechte Strassen und hauptberuflich ist man hier Bauern oder Arbeiter.

Wir sind die einzigen Gäste hier. Wir werden freundlich empfangen und bekommen sogleich etwas zu Essen. In dieser Unterkunft lebt auch ein Babyaffe, Cheetah. Sie ist ca. 5 Monate alt und wurde vom Besitzer im Wald gefunden als sie noch ein Baby war. Er liess Cheetah im Wald und kehrte nach 3 Tagen zurück um zu schauen ob die Mutter sie holen kam, Cheetah war jedoch noch am gleichen Ort. Er entschied sich sie mitzunehmen und aufzuziehen. Cheetah kann frei im Resort umher springen oder auf die Palmen klettern. Sie spielt mit Krebsen, Fröschen und jagt Hühner. Wenn Hunde kommen “gurrrt” Cheetah sie an, die Hunde haben Angst vor ihr und verschwinden. Einzig wenn wir essen wird Cheetah angebunden, da sie uns sonst das Essen klauen würde. Auch trinken ist schwirig, da sie gerne Gläser umwirft und die Cola vom Tisch leckt. Ansonsten ist sie ganz anhänglich und brauch viel Liebe und Wärme – immer wieder kommt sie zu uns, um zu kuscheln.

Wanderung zu den Nikko Waterfalls

Wir wandern heute zum Wasserfall. Dazu braucht man einen Guide: Eric. Wir haben ihn gestern schon beim Einkaufen im Dorf getroffen. Eric ist sehr offen und erzählt uns viel über das Leben hier. Die Tour ist mit 200 PHP günstig. Das meiste Geld davon wir für die örtliche Schule und die Kinder gespendet. Der Weg beginnt flach, über Wiesen, zwischen Reisfelder, über und durch Bäche und geht weiter in den Dschungel wo es zum Schluss noch schön steil wird. Die Wanderung ist gut mit Flip Flops zu machen, vorallem da wir etwa dreimal einen Bach oder Sumpf durchqueren. Wir stellen fest, dass man wohl einfach schwitzt, egal wie streng die Wanderung ist. Zum Schluss werden wir mit einem wunderschönen Wasserfall belohnt. Er ist wohl mit 25 Meter der längste auf Palawan. Da er erst vor 2 Jahren entdeckt wurde ist die Umgebung noch absoult natürlich, was uns sehr gefällt. Wir lassen es uns nicht nehmen, einen Sprung ins erfrischende, klare Wasser zu machen. Herrlich! Das ist eine wunderschöne und doch noch anstrengende Wanderung, welche wir jedoch total geniessen.

Im Camp wird gut gekocht, es gibt kein Menu. Gegessen wird, was auf den Tisch kommt. Man kann jedoch sagen was man nicht mag, darauf wird Rücksicht genommen. In Erics Shop kaufen wir eine Flasche Rum, die kostet hier 50 PHP für 375 ml, um noch einen Rum Cola zu trinken.

 

Karaoke mit den Locals

Es ist Freitagabend und unser Gastgeber Michael nimmt uns mit in die örtliche Karaokebar. Es ist ein sehr kleines Dorf, hier achtet jeder auf jeden. Die Schule wird von den Eltern der Kinder aufrecht erhalten. So ist auch die örtliche Karaokebar gleichzeitig ein Shop, das Haus des Bürgermeisters sowie die allgemeine TV Station / Kino und Dorftreffpunkt. Wer möchte kommt hier her um die Nachrichten zu schauen, Karaoke zu singen, ein Bier zu trinken oder einfach um zu sein. So sitzen wir an einen Tisch und trinken etwas zusammen. Es dauert nicht lange und schon gesellen sich zwei Philippinos zu uns um zu plaudern.

Sie sprechen kein gutes Englisch, doch eine Konversation entsteht. Wir unterhalten uns mit Händen und Füssen und mit ein paar Brocken Englisch. Im Notfall hilft Michael aus, er spricht Tagalog. Sie sind sehr interessiert daran, wie es in der Schweiz ist, warum wir noch keine Kinder haben und können es kaum glauben, dass wir zuhause keinen Reis als Hauptnahrungsmittel anpflanzen. Es wird viel gelacht. Sie lachen unbeschwert aufgrund noch so kleinen lustigen Sachen. Ihr Lachen steckt an – wir lachen mit. Wieder einmal mehr wird uns bewusst, dass diese Menschen hier so viel weniger haben als wir in der Schweiz und doch wirken sie viel glücklicher, lachen herzlicher und öfter. Zum Schluss singen wir noch einige Lieder.

Ich gebe “Hero” von Enrique Iglesias und “Barbie Girl” zum Besten, Michi singt Sound of Silence und noch viele weitere Lieder. Naja, mehr schlecht als recht, aber sagen wir mal die Karaokemaschiene war technisch nicht auf dem neusten Stand. Daher die schrägen Töne 🙂 Aber die Philippinos freuen sich sehr, dass wir mit ihnen singen. Auch der Bürgermeister macht mit und ist sichtlich stolz, dass wir hier mit ihnen sind und er uns alles zeigen kann. Morgen gehen wir zurück nach Port Barton Town, es war super toll hier und wir verlassen den Ort um einige Erfahrungen reicher und glücklicher.

Zurück in Port Barton Town

Wir verschieben unseren Standort zum Summer Homes Beach Resort, direkt am Strand. Die Preise sind ok, nicht sehr günstig, aber auch nicht teuer. Inklusive Frühstück bezahlen wir 1400 PHP. Zum Frühstück können wir aussuchen was wir möchten (Eier, Continental, Pankakes, Früchte, Kaffe, Tee). Wir sind sehr zufrieden hier, das Essen ist gut, die Zimmer sind schön und wir sind direkt am Strand. Wir gönnen uns hier auch eine Massage, welche sehr gut ist!

 

Der Weihnachtsmann

Am Abend gehen wir zu Santa Claus Hilltop Resort, zum Deutschen, welchen wir am ersten Abend getroffen haben. Sie haben ein sehr schönes Resort, wenige Zimmer und einen wunderschönen grossen Garten. Das Haupthaus ist ziemlich hoch, sodass man über die ganze Bucht sehen kann. Hier bekommen wir sogar Rotwein offeriert. Wir unterhalten uns lange mit Dieter, dem Weihnachtsmann, und seiner Frau, eine Philippina. Michi bekommt viele Reisetipps und Infos und ich Naturkosmetiktipps für Haare. Wir hatten wieder einen sehr schönen Abend mit netten Menschen.

Traumhafter White Beach

Mit dem Boot fahren wir heute zum White Beach. Ein lustiges Boot, eine Banca, wie ein Outrigger mit 2 Ausleger und Motor. Ich geniesse die Fahrt sehr. Der White Beach ist ein Traumstrand und zu Beginn sind wir fast allein. Der Sand ist weiss, das Meer schön türkis. Überall gibt es Hängematten oder man legt sich in den Sand. Es gibt dort auch ein Resort mit einem Restaurant. Für den Strand bezahlt man einen kleinen Preis, dafür wird er kontrolliert und gesäubert. Devinitiv ein Besuch wert, dieser abgelegene Strand.

3 Kommentare zu „Port Barton – Das Juwel auf Palawan

  • hach eure Fotos sind einfach ein Traum. Wunderschöön. Eure Erfahrungen mit den indigenen Menschen zeigen uns immer wieder auf wie wir hier in der Schweiz alles für selbstverständlich annehmen. Genug Essen, Trinken, ein Dach über dem Kopf. und vieles mehr. Ich hoffe das einige sich Gedanken machen über eure Erzählungen.
    einen dicken Kuss
    Manuela

    • Das wäre wirklich schön. Wir möchten euch gerne so viel wie möglich aufzeigen und erklären. Zu hause wie auch unterwegs… wir versuchen stets den Einheimischen zu erklären dass sie auf ijre Natur achten sollen sowie wir gerne zeigen dass die Menschen hier mit wenig so glücklich sind. Ich bin gespannt wie sehr uns diese Reise beeinflussen wird. Einige Sachen merke ich schon-zum Beispiel vermisse das saubere Wasser überall in der Schweiz 🙂
      Umarme dich :*

  • Hallo Ihr Lieben
    Das ist ja wunderschön bei euch.
    Geniesst es weiterhin und denkt manchmal an uns wenn ihr’s schön habt.
    Gut kommentiert, macht freude es zu lesen.
    Liebste Grüsse und herzlichen Dank für die Postkarte.

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